Klasse:
Anstrengender Klettersteig bei Zirl nahe Innsbruck; ausgesetzte Führe, die einiges an Armarbeit abverlangt. Bis zur Grotte schwierig, Sektion II extrem!

EIN KLASSIKER


Schwierigkeit:

Sektion 1

C/D


Sportklettersteig
bis zur Grotte


Sektion 2

D/E

Sportklettersteig
ausgesetzt
extrem

Bericht mit Link zu Fotos im Forum

Erreichbar:
Anreise:
a) Inntalautobahn A12, Ausfahrt Zirl-Ost, aus Richtung Kufstein/Innsbruck, Brenner/Innsbruck oder Arlberg
b) aus dem süddeutschen Raum über Mittenwald, Scharnitz, Zirler Berg  dann Ausfahrt Zirl-Ost (B177)
c) der Einstieg ist vom Parkplatz Nähe Schotterwerk bzw. Martinsbühel in 15 Minuten zu erreichen. 
Klettersteigausrüstung:

Helm, Klettergurt mit Klettersteigset,
Klettersteig-Handschuhe, passendes Schuhwerk.
ev. Stöcke für den Abstieg.

Ein 'kleiner' Rucksack mit dem Nötigsten spart Gewicht und reicht vollkommen.





Gehzeiten

von

  bis m Grad Zeit
Parkplatz Zustieg Einstieg   15 Min.
Einstieg Sektion1 Grotte 200 C/D 60  Min.
Grotte Sektion2 Top 360 D/E 90  Min.
Top Abstieg Grottensteig 120 B/C 30 Min.
Grotte Heimweg Parkplatz     45 Min.
insgesamt in etwa 4 h
Klettersteiglänge etwa 550 HM
Ausrichtung:

Süd

Meist auch im Winter begehbar.
 
Stützpunkte: Gaststätten in zirl und Kranebitten
Erbauer/Betreuer: ÖAV und TVB
Klettersteige in der Nähe: Innsbrucker Klettersteig
Die Route wurde im Herbst 2000 bestens saniert - Kompliment! Der Klettersteig bleibt einer der anspruchsvollen - der Spass beim Durchstieg ist entsprechend. Wie immer gilt: Vorsicht, Rücksicht und Eigenverantwortung sind gefragt.

SEKTION 1

Die Einstiegswand ist gewollte Hürde. Aber es bleibt weiter luftig und ausgesetzt. Stufenweise geht es mal quer, mal vertikal bis zur Abzweigung. Hier entscheidet man: Ausstieg zur Grotte (was nochmals anstrengt) oder weiter zur zweiten Sektion.

SEKTION 2 (abwechselnd D und E)

In leichter Kletterei führt ein dünnes Führungsseil zum Spitz. Es wird kurz abgeklettert und noch Osten gequert. Dann geht es richtig zur Sache. Der Kalk bietet Griffmöglichkeiten und Tritte, er lässt sich herrlich klettern. Immer steiler zieht die Route hinauf, bis die glatte Ausstiegswand (neuerdings mit einigen weinigen Tritthilfen) zum Wandbuch führt. Wer genug hat, kann von dort den abkürzenden Abstieg gleich westwärts nutzen. Die Route selbst führt noch rasant und ausgesetzt bis zum Ziel. Man schaut ins Inntal und in die mächtige Kulisse der Kalkkögel und über die vielen anderen Spitzen und Grate.

ABSTIEG

Vom Top bis zum Steig zur Martinswand-Grotte führt ein Klettersteig (dünneres Seil), der einfach zu bewältigen ist. Dazwischen gibt es kurze, etwas geröllige Gehstrecken. Der Normalweg von der Grotte ins Tal ist einfach zu bewältigen. Allfällige Sperren sind aber unbedingt zu beachten (Sprengung)!

ACHTUNG

Die Martinswand wird nicht nur am Klettersteig viel begangen. Eine ganze Menge von herrlichen Freikletter-Routen und die nach Süden ausgerichtete Lage ziehen Kletterer in Massen an. Durch diesen Ansturm zusammen mit einigen Gämsen und dem gegebenen Fels - Kalkstein - ist immer mit Steinschlag zu rechnen. Also: Helm schon beim Zustieg auf den Kopf!

Trittsicherheit und alpine Erfahrung sind für den Abstieg Voraussetzung.