Eine Perle in der Mieminger
Kette! Das beschreibt den Adlerklettersteig trefflich.
Alpin und mit einer exzellenten Routenführung. Herausfordernd
über glatte Platten, durch Wände und über Grate leitend,
verlangt der Steig dem Kletterer einiges ab. Ein alpines
Abenteuer, ein einzigartiges Klettervergnügen und der
Rundblick während der Tour ist unbeschreiblich.
Ab dem Strassberghaus führt uns der Steig bis zur letzten
Serpentine vor der Niederen Munde. Dort folgt man den
Markierungen, welche auffallend als rote Adler leuchten,
westwärts, durch die Latschen und eine versicherte Rinne
bis zum Einstieg.
ABSTIEG
Vom Gipfel aus geht man in östlicher Richtung zurück,
den rot-weiß-roten Markierungen folgend, bis auf dem
breiteren, grasigen Gratrücken ein grosser Pfeil den
Abstieg anzeigt. Bequem und recht einfach gelangt man
auf diesem Steig hinunter zur Neuen Alplhütte und weiter
nach Strassberg.
alpin
sportlich
schwierig
fantastische Route, die Kondition fordert
Das Gelände ist durchgehend
alpin und der Klettersteig liegt grossteils über der
2000 m Grenze. So sind entsprechende Ausrüstung, alpine
Erfahrung, Trittsicherheit und Kondition gefordert.
Bei Gewitter, Regen oder Schnee wird von der Begehung
abgeraten.
Klettersteigausrüstung:
Helm, Klettergurt mit Klettersteigset,
Klettersteig-Handschuhe, passendes Schuhwerk
und ev. Stöcke für den Abstieg.
Die Eröffnung ist für den 26. Oktober 2008 angesetzt.
Alle sind herzlich eingeladen.
Details folgen in Kürze.
Die Bauart entspricht den letzten Erkenntnissen.
Das Seil ist nicht extrem vorgespannt, die Seilführung
locker, was einen erheblichen Sicherheitsfaktor
bedeutet.
ADLERKLETTERSTEIG
Dieser alpine Klettersteig teilt sich in drei Abschnitte. Nach
dem Einstieg klettert man auf und an Felsrippen durch den weiten,
östlichen Felsbogen des Himmelreichs. Die Schwierigkeit wechselt
zwischen C und D. An den markanten, glatten aber griffigen Platten
hangelt man sich bis unter den Schuh und das Schlagwerk von
Hermann Buhl. Dann geht's ordentlich zur Sache. Ausgesetzt,
im D Bereich, wird der Grat erklommen.
Einem kurzen Abstiegskamin gefolgt, quert man durchs Adlerauge
(kurz D davor/danach) zu den gelben Wänden: Wind- und Wellen,
ein feiner, ausgesetzter Quergang. Dann leitet das Drahtseil
in einem steilen Aufschwung wieder auf den Grat.
Interessant und gespickt mit Herausforderungen geht es an den
Gipfelaufbau. Ein Spreizschritt über den Abgrund da, eine überraschende
Kante dort, und schon bald steht man am Gipfelgrat.
Die Mieminger Kette ...
zieht sich von der Hohen Munde westwärts bis zum Schartenkopf.
Über dem Mieminger Plateau trennen die schroffen Kalkberge das
Inntal vom Wetterstein mit dem Zugspitzmassiv.